Montag, 1. Februar 2010

Geocachen im Winter, na und?

lapislazuli

Die Geocaching Zeiten sind hart, sogar dort, wo wir an denSchnee gewöhnten Ösis kaum ein Problem vermuten. Die Fotostrecke aus Hamburg macht das deutlich. Dementsprechend umfangreich sind die philosophischen Betrachtungen. Manche verbinden sogar Hobbies, die sich auf den ersten Blick mit dem Winter nur schwer vereinbaren lassen. Auch andere machen das beste daraus, wie etwa jener Kollege.

Eher pragmatisch gehen mit Schnee und Eis unsere Freunde von jenseits des Großen Teiches um. Der unprätentiöse headhardhat hat wieder mal ein GeoSnippits eingestellt, indem er unermüdlich seine pädagogischen Ambitionen bezüglich "seines" Volkssports auslebt: diesmal, und ganz offensichtlich anlaßbezogen, ein Beitrag zum Wintercachen. Gut Frier!



Schriftlich kommt dagegen aus Amerika eine ganze Reihe nützlicher Tips einher, etwa jene von the geocacher(E), the madcacher (E) oder so you wanna go geocaching(E).

(Zugegeben vorschnelles) Fazit: Deutschsprachige Europablogger üben sich in Ausnahmezustand, jenseits des Atlantiks wird gut beraten energisch weitergecacht.

Sonntag, 31. Januar 2010

Die Kunst entdeckt den Travelbug

finleymuse1

Wer sich in den kommenden Monaten zufällig in der Nähe des Aldrich Contemporary Art Museums in Connecticut (USA) befindet, kann sich eine Ausstellung zu Gemüte führen, in dem auch Geocaching zum Thema gemacht wird. Unter dem hübschen Titel Sleeping Under Stars, Living Under Satellites, erforscht ein KünstlerInnenkollektiv verschiedene Möglichkeiten des Bezugs von Raum und Zeit zueinander. Den Spuren ausgewählter historischer Figuren wird in der Ausstellung mittels Videoinstallationen, Skulpuren und Geocaching nachgegangen. Besucher können auf verschiedenen Routen innerhalb und außerhalb des Museums Artefakte entdecken. Von den Künstlern aktivierte Travelbugs nehmen eine spezielle Rolle ein.
Mehr darüber auf der Website des Museums (E) und in der New York Times (E). Den Hinweis verdankt cachecache @locuslingua

Samstag, 30. Januar 2010

Ein Girlie bricht aus

Immer mehr Geocacher lagern Teile Ihrer Cachebeschreibungen und -hinweise auf andere Plattformen aus, weil Ihnen Großväterchen GC.com kaum genügend Ressourcen bietet. Cachecache hat erst kürzlich darüber berichtet und auch ein Beispiel vorgestellt. Hier nun ein Video, das als Ergänzung des Mysteries Path of the Zodiac #3: Capricorn auf YouTube gestellt wurde. Etwas originell, etwas nervig, aber immerhin ein kleiner und fast gelungener Ausbruchsversuch:



Und noch ein weiterer Owner lagert aus, beim der Mad-O's Schatz.

P.S. Und dann fand ich jene Idee bei den doppel os:
Noch immer phantasiert Oschn über „Verteiltes Cachen“, also Listings nicht mehr auf ausgewiesenen Plattformen, sondern dezentral. In Blogs. Alles, was es dazu bräuchte, wäre ein kleines Stück Software, das – z. B. als Plugin für Wordpress – eine einheitliche äußere Form des Listings und ein GPX produziert. Da sollte sich doch wohl jemand finden lassen, der sowas kann? Ist doch nur ein bisschen PHP …

Freitag, 29. Januar 2010

Aus dem Museum des Geocachens: anno domini 2010



Alles ist eigentlich schon gesagt, trotzdem noch ein kleiner visueller Beitrag.

Donnerstag, 28. Januar 2010

Welche guten alten Zeiten, werte dosenfischer?

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Aurea prima sata est aetas, quae vindice nullo,
sponte sua, sine lege fidem rectumque colebat.
(Ovid, MetamorphosenI)

Die Aussage, dass früher die Goldenen Zeiten geherrscht hätten, ist cachecache schon in der Schule kräftig auf die Nerven gegangen. Wie sich da der Lateinlehrer in die Backen geblasen hatte und tat, als hätte es sie wirklich gegeben! Erst viel später wurde dem heranwachsenden Jüngling klar, dass man/frau stets dann mit diesem Gerede konfrontiert wird, wenn die Alten ihre Machtansprüche in Frage gestellt sahen, ihre Jugend bröckeln sahen, wenn sie andere kommen sahen, die es besser und respektloser machten, als sie es je gekonnt hatten. Und dann, schon erwachsen, wusste ich: von den Goldenen Zeiten sprechen immer nur die Konservativen, jene, die gerne das Bewahren, was sie immer schon getan haben. Jene fühlen auch immer dann die Welt gefährdet, wenn das Volk, beschimpft als breite Masse, genau das in Anspruch nimmt, was Vorrecht weniger zu sein hat.

Ja, das Geocachen ist schon nach zehn Jahren in die Jahre gekommen. Schnell ists gegangen, werte Bewahrer des Heiligen Grals! Allzu schnell. Ein Opfer des Erfolgs. Wie andere Freizeitvergnügen musste auch das Geocachen hinabsteigen in die Niederungen des Pöbels. Igitttt! Neben dem Feindbild des Muggels scheint sich ein neues Feindbild zu entfalten: das des Beginners, des Newbies, des Regelverletzers, des Unbedarften. Die schreckliche Erkenntnis und Kränkung, nicht mehr zu einem Geheimbund zu zählen, sondern eine/r von Vielen zu sein, verleitet oft zu jener Absetzbewegung, die wir heute ungern diskutieren.

Und die, die heute so laut schreien, vergessen, dass sie selbst einmal zu denen gehört haben, die sie nun so stolz verachten: zu den Anfängern und Lernenden, die Neues erfanden, auch wenn es sich nach Monaten als bescheuert herausstellte.

Fürwahr, die Welt ist schlecht geworden und allein, um sich noch immer zu beweisen, muss man hoch hinaus: auf die Bäume und von den Brücken, in die Höhlen und zu den Rätseln. Im Rucksack die Statistik, oft gefaked und aufgeblasen zu lächerlicher Größe. "Freud schau obe", stöhnt Otto Normalcacher. Meist macht man hier auch schlechte Figur. Wenn Abseiltechniken zu peinlichen und gefährlichen Leibesübungen verkommen, wenn Rätsel nur mehr Ratespiele sind, dann schlägt die Stunde der Wahrheit: die Zeit der selbstbewußten Narren ist gekommen. Es ist ein wenig wie mit Mode: im Mainstream sich besonders individuell zu fühlen tut soooo gut. Und selbst als Geck betont man seine Individualität.

Richtig übel konnte einem werden vor so viel Selbstmitleid, die einem aus den Kommentaren zum Schwanengesang der dosenfischerentgegenschlägt. Mein Gott, was müßt ihr alle leiden!!!! Die guten alten Zeiten. Pioniere, Abenteurer, Erfinder, Weltbeweger: und doch nur des Kaisers neue Kleider. Wie immer hülfe, über sich lachen zu können. Doch grau ist alle Theorie.

Vielleicht würde auch nur die Einsicht helfen, dass wir einem Hobby nachgehen wie tausend andere auch. Und wenn uns das nicht passt: einfach aufhören damit und nicht nur das androhen, was ohnehin niemand schreckt. Damit wäre wenigstens eins gelöst: das ewige Miesreden, das in trauter Einigkeit stets den Medien entrüstet vorgeworfen wird.

Und so geht cachecache auch dieses Wochenende cachen. Wird sich ärgern über Owner, manche Vorcacher bekritteln und selbst Fehler machen. Er wird Spaß haben, wie Tausende andre auch. Und nicht jammern ob der verlorenen Zeiten, die es niemals gegeben hat.

Und in Paraphrase eines österreichischen Journalisten: Im übrigen glaube ich, dass die Arroganz zerschlagen werden muss.

Ja und?

Oder bin ich humorlos?
Und warum das Ganze auf cachemedia?

Mittwoch, 27. Januar 2010

Aus dem Land der Angst

Fellow Geocachers!
On Friday, January 8th of this year, I went geocaching with my son. We had a great time and found lots of geocaches. It was about time to go home when my son asked me, “Let’s go get one more geocache, Dad.” I told him that we would. On the way there, I was pulled over by the policemen and placed in handcuffs because somebody thought that I had planted a pipe bomb at Academy Sports. I explained to them that I had been geocaching. They took me back to Academy Sports where I was interviewed by a police detective.

.... aber es geht noch weiter im Blauen Forum und auch die Kommentare sind bezeichnend dafür, was die permanente Terrorismusunterstellung bereits angerichtet hat..

Dienstag, 26. Januar 2010

Februar Events in Österreich

Umapper ausprobiert und die Geocacing Events für Februar 2010 verortet. Mitunter wird eifrig im Schnee getollt. Ein nettes Feature, aus dem man noch viel mehr machen kann als dies:

Montag, 25. Januar 2010

Großväterchen Geocaching.com

Positionsbezogenes Spielen, wie es auf Fachdeutsch heißt - da sind wir Geocacher mit dabei, wenn auch in einer dem technischen Standard hinterherhinkenden Spielform. Diese läßt sich mit wenigen Stichworten umschreiben: Verorten, Koordinaten identifizieren, hingehen, verstecken, finden. Einwegkommunikation eben, der Spieler als Konsument aber auch als Erfinder von Content, für den er als Premium member selbst bezahlt. Die gebräuchlichen Erklärungsversuche, Geocaching sei eine Hightech-Schnitzeljagd, betonen die Modernität, übersehen aber meist, dass Geocachen eines von oft viel moderneren Spielen ist, welche man unter dem Oberbegriff location based games zusammenfasst:
Ortsbezogene Spiele nutzen die durch Lokalisierungstechnologien wie GPS aufgezeichnete Fortbewegung der Spieler als zentrale Form der Interaktion mit der auf mobilen Endgeräten implementierten Spiellogik.
Nicht jede/r Spieler/in mit GPS-fähigem Mobiltelefon muss sich also aufs Geocachen beschränken. Denn Plattformen wie gowalla ("Everywhere you go"), foursquare ("Unlock your city"), brightkite ("The simple way to keep up with friends and places"), loopt ("Discover the world around you") oder sociallight ("Build the living map") drängen immer stärker auf de Markt. Sie sind im Gegensatz zum Geocachen in höchstem Maße interaktiv, koppeln Spieler und Spielort via Mobiltelefon aneinander und lassen Erweiterungen durch weitere Spielelemente zu. Erst die in den letzten fünf Jahren Durchdringung des Marktes mit GPS fähigen Handhelds wie iPhone, Android oder Blackberry machten das mobile Spielen möglich. Die Zeiten seit Dave Ulmers erstem Cache vor 10 Jahren haben sich grundlegend gewandelt. Das GPS wird tendenziell durch Mobiltelefone abgelöst und im Web blieb kein Stein auf dem Anderen. Die von den Reviewern ausgepriesenen Updates bleiben seit Jahren im Kosmetischen stecken.

Neue mobile Spiele machen sichtbar, wie veraltet die Geocaching Plattform und ihr Angebot wirklich ist. Zwar wird Paperless Cachen immer mehr zum Standard, das Angebot selbst zeichnet sich aber durch nicht mehr als einseitiges Auslesen von statischen Daten aus. Allein Wherigo ist ein in Europa noch kaum angenommener Versuch, das Spiel mehr in Richtung Interaktivität auszuweiten.

Die Plattform GC.com selbst ist indes noch nicht einmal richtig im Web2.0 angekommen, von Web3.0 (Augmented Reality) ganz zu schweigen. Das wird vor allem bei den Stationen von Multi - Caches deutlich, bei denen dem Owner nur Bild und Text zur Verfügung stehen, er aber auf Audio, Video und interaktive Rückkoppelung mit der Plattform völlig verzichten muss. Zudem bleibt das erweiterte Umfeld der Stationen weitgehend ausgeblendet und der Informationswert der realen Umgebung ist auf ein Minimum beschränkt. Das Mobiltelefon wird als Lesegerät benutzt, mehr ist nicht zugelassen. Der von Groundspeak promotete GeomateJR ist sichtbarer Ausdruck dieser Tendenz zur Kontrolle der User, die derartige Simplifizierungsversuche eher ablehnen.

Was also könnte zukunftsträchtig sein?



Was auf einer modernen Geocaching Plattform möglich wäre, zeigt neben mscape ("Get out and explore") auch 7scenes auf. Sie versteht sich als GPS Platform für location based gaming und bei näherer Betrachtung wird deutlich, wie dicht Content mit Ort und Handheld verknüpft werden kann. Das läßt den in die Jahre gekommenen Platzhirschen Geocaching.com nicht nur äußerst ungepflegt, sondern auch ziemlich traditionell aussehen. Sein einziges Kapital scheint ohnehin nur mehr sein Cacheinventar zu sein. Sollte sich also Garmin tatsächlich mit dem Gedanken tragen, ins Geocaching Plattform Geschäft einzusteigen, wird bei einer Übernahme wohl mehr als ein rein kosmetischer Eingriff notwendig sein, um den state of the art abbilden zu können und zukunftsfähig zu sein. Zudem ist zu bezweifeln, ob den Paradigmenwechsel ein GPS Erzeuger überhaupt schaffen kann oder ob hier nicht eher die Mobiltelefonriesen gefordert sind.

"The word is a stage and you are the director", bewirbt 7scenes seine interaktive Plattform. Das dürfen die Premium Members von GC.com wohl nicht von sich behaupten. Ihr Hauptgeschäft besteht darin, der Plattform kostenlos Content zur Verfügung zu stellen, TBs einzukaufen und sonst brav stillzuhalten. Beteiligung ist mehr als ungeliebt. Inzwischen geht der Trend weiter in Richtung Verknüfung von VR, Realität und Interaktivität - wohl an Groundspeak vorbei. RUHE SANFT!
Imagine your scenario, how would you like the city to be experienced? These scenarios are created by linking locations to content - photos, videos, sounds and notes -, adding challenges and choosing from a range of (game) rules, together shaping what we call a scene. A location-based experience that lets people see their surroundings from a new point-of-view using their mobile phone.

Der violette Frosch und sein Kunde

Als ob der Reviewer mit seinem Herren und Meister, dem Geocacher und Geocaching.com Kunden spräche. Viel Vergnügen!

cachecache

tickert über die subkulturen des geocachens aus wien und wil.

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Wichtige Ressourcen

Austrian geocache map: aj-gps.net, die Österreich Statistik.

Cache judge: Bewertungen von Geocachern für Geocacher.

Cachelabel Generator: Vorlagen für diverse Cache Labels.

Dekodiertool: Vom Buchstabenwert bis zum Morsecode.

Cachewiki: Das Wiki rund ums Geocaching.

Geocache.at: Das Blog von aj-gps.net.

Geocaching: Quick Search: Schnellsuche auf gc.com.

Geochecker: Prüf die errechneten Mystery Koordinaten.

Geolex: Geocaching Lexikon in Englisch.

Garmin Österreich: Der Firmenauftritt.

GeoKrety Track deine Reisenden, kostenlos.

Koordinatenumrechner: Ein Service von Dennis Heitmann.

MapsnTrails: Kostenlose Tools und Karten für den Garmin.

Official Seal Generator: Rundstempel Generator.

Reviewer.at Es gibt sie auch in Österreich, die Reviewer!

Statbar Modifier: Ein Statistik Generator (E).

Swiss Geocache Schweizer Informationsportal.

Wikipedia: Geocaching: Die deutsche Seite.

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