best of böse

Samstag, 16. Januar 2010

Die Mimosencacher als Kritiker

Napbst

Es rauscht im Blätterwald: so hätte man/frau es im Zeitalter der Printmedien genannt. Jetzt summt es wohl auf den Blogs der Geocacher wie in einem Blumenstock. Eigentlich hat das, was gerade von vermeintlichen KritikerInnen produziert wird, Ähnlichkeit mit dem Hornberger Schießen. Much Adoo About Nothing!

Eine Firma hat in Kooperation mit einer Umweltschutzorganisation seine corporate social responsibility (CSR) wahrgenommen und Richtlinien für umweltverträgliches Geocaching entwickelt. Zur Erinnerung die Definition der Europäischen Kommission, die CSR so beschreibt:
Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren.
Darum geht es also. Nein, die Richtlinien sind nichts Neues, sie sind bloß notwendig, bei der steigenden Zahl der Geocacher und der Diversifizierund des Hobbies. Und sie werden von einem Unternehmen unmißverständlich geäußert. Als Unternehmen und nicht als pädagogische Institution, wie manche beleidigt meinen.

Da hat nun Garmin auf die Notwendigkeit des Umweltschutzes beim Geocachen aufmerksam gemacht und schon zucken sie aus, die Reviewer und Edelcacher, die Abenteurer und Kleingeister, die Technofraks und Naturbegeisterten, welche sich in ihren bürgerlichen Grundrechten eingeschränkt sehen. Die sind ihnen zwar schon längst durch elektronische Überwachung, Vorratsdatenspeicherung und freiwillige Selbstaufgabe ihrer Personen- und Geodaten abhanden gekommen, aber seis drum. Führen wir das Scheingefecht, vielleicht nutzt es dem Image. Regeln, die vermeintliche individuelle Freiheiten beschränken: Pfuiiiiiii! Freie Fahrt für freie Bürger heisst das Motto der Unbelehrbaren und schwingt tendenziell bei vielen in der Community mit. Freiheit als jene der Narren vor ihrem König.

1. Missverständnis: Geocacher sind per se umweltschonend, wenn sie gesetzliche Bestimmungen einhalten. Wollen wir nicht von Powercachern reden, die mit ihren eigenartigen Cachemobils nach den Mountainbikern zur neuen Naturplage geworden sind; wollen wir nicht vom wildverschreckenden Nachtcachen reden und von den abgegrasten Waldböden, beschädigten Baumrinden und zertretenen Jungwäldern; wollen wir auch nicht von dem Plastikschrott archivierter Dosen reden, der die Landschaft und Tiermägen versaut. Reden wir doch einfach von einem sich rasch ausbreitenden Hobby, das eine knappe Ressource, nämlich die der Natur, in immer stärkerem Maße in Anspruch nimmt. Reden wir vom Plastikplaneten und von der Ideologie des CITO, einem Umweltkonzept aus dem Jahre Schnee gerade wenn man an die nicht gerade umweltverbessernden Megaevents denkt.

2. Missverständnis: Die Freiheit des Geocachers.
Wer sich gerne und freiwillig den oft absurden Spielregeln von Geocaching Plattformen unterwirft, wer als Reviewer eines Unternehmens glaubt, auf die Einhaltung von Regeln (auch autoritär) pochen zu müssen, wer sogar die Sicherheitslücken einer veralteten Plattform in Kauf nimmt, der fühlt sich von Umweltregeln belästigt? Kann man/frau bitte zu einer realistischen Einschätzung seiner Freiheitsspielräume kommen? Und vielleicht auch neben den strengen Spielregeln des Geocachens jene eines vernünftigen und nachhaltigen Naturschutzes berücksichtigen? Und darf man das auch formulieren, aussprechen und einhalten, ohne dabei gleich als Totengräber der Freiheit zu gelten? Muss man sich warm anziehen, wenn man die Freizeitgötter und selbsternannten Türhüter hinterfragt?

3. Missverständnis: Der Geocacher als Kapitalismuskritiker. Wildgeworden schwingen sich manche zur Verteidigung der Bobokultur auf und brüten über Verschwörungstheorien. Die Umweltinitiative sei Vorhut der Fusion von Garmin und GC.com und bedroht doch nur den eigenen Schrebergarten. Umweltschutz sei Vorwand bei der Übernahme der Weltherrschaft durch die zwei Platzhirschen. Demokratische Grundrechte seien in Frage gestellt. Kann man/frau bitte, wenn man sich schon politisch engagieren will, auf die wesentlichen Dinge konzentrieren und das Genörgle mit pseudophilosophischer Untermauerung und hahnebüchener Argumentation unterlassen? Einerseits wird den Unternehmen pauschal unterstellt, sie kämen im Raubkapitalismus ihrer sozialen Verantwortung nicht nach und schlimmer: sie verbrauchen des schnöden Gewinns wegen die Ressourcen unserer Welt. Nehmen sie ihre soziale Vreantwortung wahr, unterstellt man ihnen Öltankerhavarie. Sprache ist ein Hund und Ideologiekritik sowieso.

4. Missverständnis: Geocacher sind etwas Besonderes. Sind sie nicht: sie sind ein Auschnitt unserer Gesellschaft und dabei auch ihr Spiegel- und Zerrbild. Also lassen wir ab von den moralinsauren Emphasen, die doch nichts anderes sind als provinzielles Bestemm. Wer legitimiert hier wen? Der Geocacher den Naturschutz oder Naturschutznotwendigkeiten den Geocacher? Wir treiben ein Hobby wie viele andere, nur greift unseres direkt in unsere Umwelt ein. Würde jeder seine soziale Verantwortung wahrnehmen, sähe diese Welt ein wenig anders aus. Die Gefahr der Überschätzung des Individuums und seiner Potentiale ist bekannt. Individualismus ist Behauptung, aber nicht Wahrheit. Also sein wir froh, wenn auf den Umweltschutz hingewiesen wird und wenn es Regeln gibt, die die Ignoranz im Zaum hält. Und verstehen wir bitte, dass Unternehmen Organisationen sind mit Regeln, die sich von jenen eines Kleincachervereins unterscheiden. Sein wir keine Mimosen, wenn wir sie schon zertreten.

Freitag, 15. Januar 2010

was hat geocachen mit sex zu tun?

outdoorsex

Sehr viel, wenigstens wenn es nach den Twitterhinweisen des Unternehmers cacheadvance geht. Vor allem jedoch, wenn einfache Männerwelten bedient werden.

Die katholische Kirche, die Bloggergemeinde, aber vor allem die Twitteranten scheinen die Zahl Zehn zu lieben, um die Umwelt mit Ge- und Verboten, aber vor allem mit ihrer unmaßgeblichen Meinung und scheinbaren Expertise zu überziehen: zehn Gebote, zehn Tips um die Blog - Besucherzahlen zu stärken, 10 Hinweise für die Cacherpraxis und natürlich: 10 Tips um die private Beziehung zu retten, oder sagen wir lieber euphemistisch: zu verbessern.

Nein, klicken Sie bitte nicht aus diesem Posting, werte LeserInnen, cachecache will Sie nicht mit voyeuristisch ausgetragenem und aufdringlichem Beziehungsgeknatsche belästigen und verlinkt daher auch nicht zu unsäglichen Podcasts von brabbelnden und ständig agressiven Cacherpärchen. Cachecache wollte nur raten, dass sich zu hassen beginnende Pärchen gleichwelcher sexueller Orientierung einfach ein GPS kaufen und mit dem Cachen beginnen sollen. Garmin wird sich freuen und Sie tragen vielleicht zum Wirtschaftsaufschwung bei. Vielleicht finden Sie auch einen Schatz, der so richtig stimuliert. Bis dahin befolgen sie einfach die 10 Gebote aus dem Online Magazin für den Mann von heute:

Keep your Relationship Interesting.
(...) 5. Find out what she likes to do, or what she would like to try, and find new ways to bond and spend quality time. Go hiking, camping, geocaching, paint pottery, see a new type of movie, anything to keep the relationship exciting (...)

Freitag, 21. August 2009

Ein Geocache ist eine Bodenmessboje

gps_57

Den jüngst geäußerten hinterfotzigen Unterstellungen , die geifern, dass die Definition des Stadtspiegels Essen über Geocaching falsch sei, möchte cachecache entschieden entgegentreten. Wahr ist vielmehr, dass es sich bei regulären Geocaches tatsächlich um eine Sonderentwicklung der schon lange verwendeten Satelliten-Bojen handelt:
(...) Eine Treibboje ist eine Boje ohne Befestigung am Grund. Weitere gebräuchliche Bezeichnungen sind Drifter, Driftboje, Float und Floating Drifter. Treibbojen werden bei der Meeresforschung, aber auch in Binnengewässern eingesetzt, um Messdaten, wie beispielsweise Strömungsverhältnisse, Wassertemperaturen oder Wetterdaten zu sammeln. Heutige Treibbojen übermitteln ihre Daten oft per Satellit an eine Bodenstation (...)
meint wikipedia.
Dass Geocaches selbst keine Signale senden, ist böswillige Unterstellung. Wie sonst wäre es möglich, dass wir diese finden, lägen sie stumm, versteckt und wie tot in ihren Verstecken? Bitte um mehr gesunden Menschenverstand bevor kritisiert wird!

Montag, 10. August 2009

Goderlkratzen erlaubt?

Zumindest Ostösterreicher kennen den Ausdruck "Goderlkratzen": "jemand das Doppelkinn kratzen" in der wörtlichen Übersetzung. Es gibt auch schlimmere Ausdrücke dafür. Hier ein besonders starkes Stück von Werbung für eine Firma. Da ist dem Reviewer pupSino offenbar etwas durchgerutscht, was so gar nicht den Guidelines entspricht: Der Name des Caches spricht die Firmenfarben an, die Cachbeschreibung schleimt sich ein und sogar sogar im Cache selbst gibt es Firmenwerbung. *würg* :
(...) Seit Anfang August 2009 bringen 150 MitarbeiterInnen von Gebrüder Weiss wieder Leben in die kleine Gemeinde Kennelbach. Nach dem Umbau des ehemaligen BugAlu-Gebäudes, das jetzt mehrere Jahre leer stand, konnten die Mitarbeiter der IT-Services, Buchhaltung und Personalabteilung von Gebrüder Weiss moderne Arbeitsplätze an einem wunderschönen Standort "im Grünen" beziehen. Das Gebäude kann für Nicht-Mitarbeiter leider nur von Aussen besichtigt werden. Wen aber der *orangeWay - die Unternehmensphilosophie von Gebrüder Weiss - interessiert, der bewirbt sich einfach um einen dieser tollen Arbeitsplätze in Kennelbach (...)

Freitag, 7. August 2009

#GC1WXGC Jetzt wirds wirklich ernst

spiehlerisch

Während jede Menge Geocacher sich damit brüsten, irgendwie sich auf ächzende Bäume hinaufgeprusikt zu haben oder on Brücken hinunter und dies auch noch T5 nennen, nun etwas ernsthaft Schwieriges für wirkliche Könner mit jahrelanger Klettererfahrung. Das Ding wurde gerade veröffentlicht und ist wirklich kein Spaß. Und ein wenig Rätseln ist im Vorfeld auch dabei.

Die Rache der Natur

bee_seat

Vorsicht, ihr MTB gerüsteten Geocacher, die tiefe Rillen in den matschigen Boden graben und das ihre zur Erosion der Wege beitragen: auf dass solches nicht eurer Aufmerksamkeit entgehe. Denn die Natur schlägt unerbittlich zurück!

Donnerstag, 6. August 2009

No mountain no cry ...

Nachdem die dosenfischer in ihrem letzten podcast #90 vor dem Sommer noch gejubelt hatten, ob der vielen noch verfügbaren FTFs in den österreichischen Bergen und trotzdem allerlei Vorbereitung bei deutschen Flachländern getroffen werden, sei eine allgemeine Warnung ausgesprochen, sich hinreissen zu lassen. Denn der Spott in österreichischen Foren ist so sicher wie die Bergrettung und deren Kosten. Da meldet beispielsweise der Orf Salzburg:
(...) Beim Geocaching in Bergnot geraten
Mittwochnachmittag ist ein deutsches Ehepaar beim Geocaching von Fürstenbrunn (Flachgau) aus in Richtung Wasserschloss aufgestiegen. Als der 42-Jährige plötzlich in einem Schacht festsaß, musste die Grödiger Bergrettung ausrücken (...)

Dienstag, 4. August 2009

Einfach genial, besser als böse

electric

Fundstück, diesmal der ganz gewöhnliche Rassismus

Wir haben es ja immer schon gewusst: die Anderen sind schuld, jene, die nicht so sind, wie wir es selbst gerne wären. Diesmal die Hispanos! Mann, ist das öde! Wie wärs mit ein wenig Grips, TGC ?

Geiz ist geil

in Zeiten des Überflusses:
(...) Was tut Ihr üblicherweise in Eure eigenen Cacheboxen rein? Ich suche etwas, was man leicht in kleineren Mengen erstehen kann und was nicht die Welt kostet. Wir fallen nur Karten ein. Prinzipiell sammele ich eigentlich keinen Trödel und habe daher nichts mehr von dem ich mich trennen kann(...)
Danke, any, danke!!! Wieviel hat denn eigentlich dein GPSr gekostet? Vielleicht gibst du auch nichts rein, das erspart uns wenigstens den Umgagng mit Müll.

cachecache

tickert über die subkulturen des geocachens aus wien und wil.

Suche

 

CACHECACHE TWITTERGASMS

cachecache on tour

www.flickr.com

Other Blogs

Wichtige Ressourcen

Austrian geocache map: aj-gps.net, die Österreich Statistik.

Cache judge: Bewertungen von Geocachern für Geocacher.

Cachelabel Generator: Vorlagen für diverse Cache Labels.

Dekodiertool: Vom Buchstabenwert bis zum Morsecode.

Cachewiki: Das Wiki rund ums Geocaching.

Geocache.at: Das Blog von aj-gps.net.

Geocaching: Quick Search: Schnellsuche auf gc.com.

Geochecker: Prüf die errechneten Mystery Koordinaten.

Geolex: Geocaching Lexikon in Englisch.

Garmin Österreich: Der Firmenauftritt.

GeoKrety Track deine Reisenden, kostenlos.

Koordinatenumrechner: Ein Service von Dennis Heitmann.

MapsnTrails: Kostenlose Tools und Karten für den Garmin.

Official Seal Generator: Rundstempel Generator.

Reviewer.at Es gibt sie auch in Österreich, die Reviewer!

Statbar Modifier: Ein Statistik Generator (E).

Swiss Geocache Schweizer Informationsportal.

Wikipedia: Geocaching: Die deutsche Seite.

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