Donnerstag, 2. April 2009
Barrierefreies Cachen
Die Orden der Erbsenzähler

Marathon_Medals
Originally uploaded by zhurnaly
Wenn also das gesamte System aus Freiwilligen, leicht paranoiden Geheimniskrämern und Sammelwütigen besteht, so heisst dies noch lange nicht, dass der Geheimbund keine klaren Hierarchien besäße: im Gegenteil. Je straffer und präziser organisiert, umso stärker der Ehrenkodex des Versteckens, Suchens und Verheimlichens. Auch der brancheninterne Jargon scheint wie geschaffen dafür zu sein:
(...) Sagt ein cacher zum Muggle, gestern hab ich nen STF bei nem 3-3er Myst gemacht. Batt war schon low und ich war leicht 40 Meter off. Hab anfangs dacht B ist 17, stand aber dabei ziffernsumme bis sie einstellig wird! Zum discovern war noch was drin, hab aber nix getraded. Danach aber nur noch 2 DNFs ausser bei dem DriveInTradi, aber das war auch nur ein Statistikpunkt, ein PITMON halt (...)
Die Mundart ist leicht bundesdeutsch, die Fachsprache jedoch eindeutig. Alles klar, Frau Kommissar? Wenn nicht, dann husch husch zurück an den Newbiestart.
Das Gegenteil einer egalitären Gesellschaft ist der Fall: Hierarchie und strenges Regelwerk sind charakteristisch für unseren kleinen Cacherkosmos mit globalem Anspruch. Was dem Militär die Stellungskommission, das ist der Community die Rang- und Hackordnung in den diversen Foren. Der Newbie hat zu lernen und FAQs dienen dem naturgemäß der Zurichtung des Anfängers. Es wird belehrt und (Unwissenheit) bestraft, zurechtgewiesen und ausgegrenzt, gespöttelt und in Abkürzungen gefachsimpelt, was das Zeug hält. Das Spiel spiegelt die reale Welt, die sich in hemmungslosem Konkurrenzkampf und sinnlosem Punktesammeln ergeht: was sonst sollte auch zu erwarten sein?
Ach ja, dann das Registrieren der Finds und die Statistik, die sich als unausweichlich erweist. Wir alle basteln an unseren Orden und lassen den Obercacher heraushängen. Wer keine Statistik schreibt, ist dem Wesen nach auch kein Cacher: wer hätte schon von jenen Kolleginnen und Kollegen gehört, die bloss eine Notiz loggen anstatt eines Finds? Nur der entsprechend ausgewiesene Fund gereicht zur Ehre und hilft, die interne Karriereleiter zu erklimmen. Man mag die eifrigen Sammler nun zwar Erbsenzähler oder Punktsieger nennen: doch weist der Spott nur auf den Neid, den jene empfinden, die nicht wie der/die durchschnittliche Student/in, Lehrer/in Arbeitslose oder Pensionist/in über genügend Tagesfreizeit verfügen.
Bekennen wir uns also zum Erbsenzählen!! Den html code schnell in die Forumssignatur gepastet: erst danach kann die Karriere beginnen: natürlich auch im Weltmaßstab. Itsnotaboutnumbers verspricht zwar ein wenig entspannten Umgang, ist aber selbst eine kleine Ordensfabrik. Denn kleine und nicht so kleine digitale Orden sind diese Statistiken, geteilt in Finds und Hides und mindestens dreistellig müssen sie sein, um überhaupt Aufmerksamkeit zu erregen. Unter 100 Finds sollte auch kein eigener Cache gelegt werden. Und dann erst das internationale Ranking: da sind html Codes überhaupt erst für jene verfügbar, die 200 Finds für sich in Anspruch nehmen können. Das Leben ist hart und erfordert ständige Bereitschaft den nächsten Cache zu finden oder zu legen und damit auch warten zu können. Was dem Schulsystem seine PISA Erhebung ist der Cacher Community seine Statistik. Erst der Vergleich macht sicher: zu welcher Kaste darf ich mich zählen? Es ist, als besäße man/frau eine Visitenkarte, auf der neben dem eigenen Namen auch all jene Personen angeführt wären, mit denen man im Leben jemals Kontakt gehabt hätte. Die Visitenkarte des Cachers wirkt deshalb so übertrieben, respekteinflößend und lächerlich. Sie ist das Phallussymbol dessen, der genügend Freizeit besitzt um ständig auf Jagd nach dem Sinnlosen sein zu können.
Erst jüngst hat in einem österreichischen Forum, das man vergleichsweise cool und entspannt bezeichnen könnte, einen internen Definitionsversuch gewagt. Als die Frage eines Newbie Seminars erörtert wurde, legte man sofort los. Rasch war die Hierarchie geboren, informell und österreichisch verschlampt, versteht sich, aber doch: eine klare Hackordnung. Also: der “Newbie” unterscheidet sich vom “alten Hasen”, dem “Mittelstand”, den “Altvorderen” und dem “Großmeister”. Über allen thront der gehaßte und unverstandene Reviewer, dem gerne schön getan wird. Er entscheidet in Zweifelsfragen und ist unbezahlter Dosenknecht von Geocaching.com. Auch gut!
Und dann, wie überall, die Überfleissigen. Es soll schon Cacher gegeben haben, die als einen ihrer stärksten Tage mit mehr als 100 Finds ausgewiesen haben. Ein Cache alle 6 Minuten bei 10 Stunden Cacherzeit? Wie geht das? Und wenn das gehen sollte, wozu ? Sportlicher Ehrgeiz oder neurotisches Verhalten?
Es soll ja Sammler in allen Bereichen geben: Briefmarken, Zeitschriften, Nippesfiguren oder Autogramme, um nur einige zu nennen. Geheuer sind sie mir nicht und auch ich betrachte mich mit größter Skepsis, wenn ich in gehobener Stimmung die Finds am Ende eines erfolgreichen Tages logge. Au Mann, noch immer unter 100!!! Was einer in einem Tag schafft, bleibt mir selbst in drei Monaten verwehrt? Wann habe ich endlich genügend Meilensteine gesetzt, um mich bei Groundspeak Headquarters sehen lassen zu können? Ich bin uncool, ich hab es ja schon immer geahnt. Und der Underdog klebt an mir wie die Orden an den Erbsenzählern.
Mittwoch, 1. April 2009
Wie genau ist genau?
Bei diesem Treff soll das herausgefunden werden.
Mit einem GPS aus der Vermessung werden wir (...) einen Punkt auf +/-1,5 cm genau bestimmen und so können alle ihre Geräte an diesem Referenzpunkt vergleichen (...)
Es wäre spannend, an diesem Schweizer Event teilzunehmen und cachecache ist schon auf die Ergebnisse gespannt.
Kostenlose Karten und Tools für Garmin
Urban Pilgrims
Urban Pilgrims Wien Teens erforscht in einer kartografischen Online-Umfrage persönliche Momente, Erlebnisse und Ideen von Kindern und Jugendlichen im Zusammenhang mit dem urbanen Raum ihrer unmittelbaren Umgebung in Wien.
Auslagerung von GGc.com?
berichtet JeeperMTJ. Online soll CacheHard allerdings erst ab Mai gehen.
Fikki Avantgarde
Dienstag, 31. März 2009
Paperless Cachen?
Jetzt, 2009 macht der Begriff vom Papierlosen Cachen die Runde. Das Versprechen ist wieder einmal eine Milchmädchenrechnung, welche ohne den Wirt gemacht wird. Wie immer sind die üblichen Verdächtigen unterwegs: Firmen, die eine (allzu) einfache Lösung anbieten (etwa: Garmin mit seiner Oregon Reihe), sgn. Avantgarde Cacher (E), die das Ding promoten, um ihrem Ruf gerecht zu werden zu können und eine ganze Reihe von Testern, die ihre Blogs durch die Teilnahme an einer Blogparade promoten wollen.
Warum denn paperless cachen? Natürlich bereitet man/frau sich manchmal auf seine Cacherrunde nicht genügend vor, natürlich wäre es ideal, nicht mit A4 Zetteln hantieren zu müssen. Manchmal streikt ganz einfach auch der Drucker. Letztendlich will sich der selbstbewußte Power Cacher nicht mit unproduktiven Vorbereitungen abgeben und katapultiert sich gerne in seinem Cachemobil von Drive Inn zu Drive Inn. Doch sehen wir es realistisch. Wer sich schon jemals mit einem langsamen Touchscreen bei grellem Licht, mit schwachen Batterien und elendslangen Beschreibungen wie dem Ernst-Happel-Stadion Wien herumgeärgert hat (bitte das paperlose Lesen unbedingt damit ausprobieren!), wird gerne auch ein Stückchen Papier auf seine Runden mitnehmen. Es sei denn, die werten Cache Owner entschließen sich gegen jeden missionarischen Eifer ihre Beschreibungen der Erfordernissen von Paperless Caching anzupassen und die Hard Facts an den Anfang zu stellen. Doch wollen wir die gestreamlinete Cachbeschreibung?
Im übrigen verhält es sich wohl so wie mit den digitalen Agendas: ein kleiner Taschenkalender ist schneller, einfacher und schlicht und ergreifend störanfälliger; auch wenn manche schon von der Zukunft träumen.
Montag, 30. März 2009
Österreichischer Geocaching Podcast ?
Im gleichen Beitrag stellt tafari die Frage nach einem (noch fehlenden) Österreichischen Podcast und ruft auf, daran herumzubasteln. Wir bei cachecache hören ja Podcasts sehr gerne und möchten an dieser Stelle mal drei der bekanntesten deutschen erwähnen: dosenfischer, cyberberry´s audiologbüchle und der Doppel-O-Podcast.
Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich, uns erscheint aber der Podcast der Dosenfischer als der mit Abstand interessanteste, witzigste und flotteste. Fast ein Stück Profiarbeit ohne den Charme der Amateure zu verlieren.
Viel Arbeit macht halt so ein Ding, wenn man/frau daneben auch noch an seiner Statistik werkeln will und bloggt. Interessieren tuts hierorts aber schon.
Woher kommen unsere Geocoins?
(...) Did you ever wonder where those coins and pathtags come from? In September 2008 Jellyfish, an American based cacher, visited a coin and pathtag manufacturer in China. He wrote about his experience in the pathtagsforum. As I find his recount very interesting, I asked him to share it with you: (...)
Voyeure und anders suspekte Subjekte
(...) Inevitably new geocaches pop up that are in parks with playgrounds. We always approach these with trepidation - especially DH. While it seems like a good spot for a geocache, think about how suspicious it looks for a guy with a backpack to be lurking around, looking under this and that. As a mom with a child, I know how alert *I* am to anyone that looks out of place or suspicious when I'm out with DD at a park. We moms can give a real mean "evil eye" ya know. Not to mention that if you get a paranoid mom, you may suddenly be having to explain geocaching to the police (...)
Sonntag, 29. März 2009
Garmin Oregon
Samstag, 28. März 2009
Sommerzeit
Freitag, 27. März 2009
der cachecache button

Wunderschöne Geocoins
Auf- oder Ausrüstung?
cacher overkill bei martin
Die von neirolf initiierte blogparade zum Thema cacher Grundausstattung treibt seltsame Blüten; hier ein humorvolles Beispiel.
Donnerstag, 26. März 2009
Geocachen und Tourismus
(...) Für Abwechslung ist gesorgt, die Möglichkeiten reichen von einfachen Caches in der Nähe von gemütlichen Hütten, bis zu richtigen Abenteuern für konditionsstarke Schatzsucher. Was kann es also Schöneres geben, als am Familienberg Katschberg gemeinsam zu einer Wanderung mit vielen Überraschungen und Herausforderungen aufzubrechen? (...)
Geocaching auf Secondlife
Und natürlich, man/frau kann seine Caches auch registrieren, nämlich auf slgeocaching.com.
Haut die Reviewer
(...) Gestern war es endlich soweit. Mir wurde gestern erstmals von Groundpseak bestätigt, dass die Österreichischen Bundesländer künftig auf der gc.com Website zur Verfügung gestellt werden. Es gab zwar noch ein paar Anfragen wie offiziell die Bundesländerbezeichnungen denn seien, da es in Großbritannien offensichtlich gröbere Probleme mit der Bezeichnung der Provinzen gab; aber ich habe mich mit Groundspeak darauf geeinigt, dass wir die offiziellen Bundesländerbezeichnungen (9 an der Zahl) verwenden werden damit es nachträglich zu keinen Diskussionen kommen kann. (...)
Wir sollten uns dafür auch hin und wieder bedanken. Was ich hiermit tue. Bei tafari nämlich !.
Wiener Flughafenfeuerwehr als Geocacher?
Garmin berichtet (E): (...) At the Airport in Graz, Austria, Garmin devices are used in an unusual, yet extremely important way. The airport fire brigade equipped their commando vehicles and some fire trucks with Garmin marine chartplotters. The reason for using the marine plotters is the size and the good readability of the screen. The entire area of the airport was divided in geographical sectors with dedicated names based on the coordinates. In case of emergency, a message with the exact position of the accident is sent to the vehicle from the tower. Due to this technique, the task force is able to save time — time that can be the difference between life and death (...)







