Samstag, 23. Januar 2010
Mittwoch, 20. Januar 2010
GeoKrets: Trittbrettfahrer oder Bereicherung?

Doch ein thread aus jüngster Zeit hat cachecaches Bild erschüttert. Derzeit läuft ebendort eine Auseinandersetzung über GeoKrets, die in der Argumentation als Trittbrettfahrer bezeichnet werden, von einigen Schweizer Cachern dadurch bestraft, dass sie einfach nicht geloggt und irgendwo anders wieder versenkt werden. Als Owner eines GeoKrety Mole Holes fragt sich cachecache, woher diese Ungehaltenheit kommt. Stört es, auf einer anderen, zugegeben ungewohnteren Plattform als jener des Platzhirschen GC.Com loggen zu müssen? Sind solche Kommentare GC. Puristen bzw. Opencaching Feinden zuzuschreiben? Stört es, dass man für GeoKrets NICHTS berappen muß? Letztendlich: Setzt sich die Mentalität durch, dass nur das in Geocaches rein darf, was Grünsprech finanziellen Nutzen bringt, also TBs und Geocoins, die von ihm lizenziert sind? Ist Vielfalt verpönt?
Frei nach Schiller fordert deshalb cachecache mit Nachdruck: Geben Sie Reisefreiheit, Sire!!!! Und an die Schweizer Geocacher Szene glaubt er auch weiterhin.
Sonntag, 17. Januar 2010
Klein Adlerauge auf Schatzsuche
I'm new to geocaching and logged our first find yesterday. I have to admit that we had a little help in finding the area due to tracks in the snow. I know you're supposed to minimize tracks to the cache, but what do you do in wet, melting snow? We're attempting to be considerate and I don't know how elaborate we need to be with stealth. We rehid the cache with care and wandered around a while to confuse footprints, but there wasn't much we could do about trampled snow. Any suggestions would be greatly appreciated?
Nachtrag zum Individualismusstreit
Samstag, 16. Januar 2010
Die Mimosencacher als Kritiker

Es rauscht im Blätterwald: so hätte man/frau es im Zeitalter der Printmedien genannt. Jetzt summt es wohl auf den Blogs der Geocacher wie in einem Blumenstock. Eigentlich hat das, was gerade von vermeintlichen KritikerInnen produziert wird, Ähnlichkeit mit dem Hornberger Schießen. Much Adoo About Nothing!
Eine Firma hat in Kooperation mit einer Umweltschutzorganisation seine corporate social responsibility (CSR) wahrgenommen und Richtlinien für umweltverträgliches Geocaching entwickelt. Zur Erinnerung die Definition der Europäischen Kommission, die CSR so beschreibt:
Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren.
Darum geht es also. Nein, die Richtlinien sind nichts Neues, sie sind bloß notwendig, bei der steigenden Zahl der Geocacher und der Diversifizierund des Hobbies. Und sie werden von einem Unternehmen unmißverständlich geäußert. Als Unternehmen und nicht als pädagogische Institution, wie manche beleidigt meinen.
Da hat nun Garmin auf die Notwendigkeit des Umweltschutzes beim Geocachen aufmerksam gemacht und schon zucken sie aus, die Reviewer und Edelcacher, die Abenteurer und Kleingeister, die Technofraks und Naturbegeisterten, welche sich in ihren bürgerlichen Grundrechten eingeschränkt sehen. Die sind ihnen zwar schon längst durch elektronische Überwachung, Vorratsdatenspeicherung und freiwillige Selbstaufgabe ihrer Personen- und Geodaten abhanden gekommen, aber seis drum. Führen wir das Scheingefecht, vielleicht nutzt es dem Image. Regeln, die vermeintliche individuelle Freiheiten beschränken: Pfuiiiiiii! Freie Fahrt für freie Bürger heisst das Motto der Unbelehrbaren und schwingt tendenziell bei vielen in der Community mit. Freiheit als jene der Narren vor ihrem König.
1. Missverständnis: Geocacher sind per se umweltschonend, wenn sie gesetzliche Bestimmungen einhalten. Wollen wir nicht von Powercachern reden, die mit ihren eigenartigen Cachemobils nach den Mountainbikern zur neuen Naturplage geworden sind; wollen wir nicht vom wildverschreckenden Nachtcachen reden und von den abgegrasten Waldböden, beschädigten Baumrinden und zertretenen Jungwäldern; wollen wir auch nicht von dem Plastikschrott archivierter Dosen reden, der die Landschaft und Tiermägen versaut. Reden wir doch einfach von einem sich rasch ausbreitenden Hobby, das eine knappe Ressource, nämlich die der Natur, in immer stärkerem Maße in Anspruch nimmt. Reden wir vom Plastikplaneten und von der Ideologie des CITO, einem Umweltkonzept aus dem Jahre Schnee gerade wenn man an die nicht gerade umweltverbessernden Megaevents denkt.
2. Missverständnis: Die Freiheit des Geocachers. Wer sich gerne und freiwillig den oft absurden Spielregeln von Geocaching Plattformen unterwirft, wer als Reviewer eines Unternehmens glaubt, auf die Einhaltung von Regeln (auch autoritär) pochen zu müssen, wer sogar die Sicherheitslücken einer veralteten Plattform in Kauf nimmt, der fühlt sich von Umweltregeln belästigt? Kann man/frau bitte zu einer realistischen Einschätzung seiner Freiheitsspielräume kommen? Und vielleicht auch neben den strengen Spielregeln des Geocachens jene eines vernünftigen und nachhaltigen Naturschutzes berücksichtigen? Und darf man das auch formulieren, aussprechen und einhalten, ohne dabei gleich als Totengräber der Freiheit zu gelten? Muss man sich warm anziehen, wenn man die Freizeitgötter und selbsternannten Türhüter hinterfragt?
3. Missverständnis: Der Geocacher als Kapitalismuskritiker. Wildgeworden schwingen sich manche zur Verteidigung der Bobokultur auf und brüten über Verschwörungstheorien. Die Umweltinitiative sei Vorhut der Fusion von Garmin und GC.com und bedroht doch nur den eigenen Schrebergarten. Umweltschutz sei Vorwand bei der Übernahme der Weltherrschaft durch die zwei Platzhirschen. Demokratische Grundrechte seien in Frage gestellt. Kann man/frau bitte, wenn man sich schon politisch engagieren will, auf die wesentlichen Dinge konzentrieren und das Genörgle mit pseudophilosophischer Untermauerung und hahnebüchener Argumentation unterlassen? Einerseits wird den Unternehmen pauschal unterstellt, sie kämen im Raubkapitalismus ihrer sozialen Verantwortung nicht nach und schlimmer: sie verbrauchen des schnöden Gewinns wegen die Ressourcen unserer Welt. Nehmen sie ihre soziale Vreantwortung wahr, unterstellt man ihnen Öltankerhavarie. Sprache ist ein Hund und Ideologiekritik sowieso.
4. Missverständnis: Geocacher sind etwas Besonderes. Sind sie nicht: sie sind ein Auschnitt unserer Gesellschaft und dabei auch ihr Spiegel- und Zerrbild. Also lassen wir ab von den moralinsauren Emphasen, die doch nichts anderes sind als provinzielles Bestemm. Wer legitimiert hier wen? Der Geocacher den Naturschutz oder Naturschutznotwendigkeiten den Geocacher? Wir treiben ein Hobby wie viele andere, nur greift unseres direkt in unsere Umwelt ein. Würde jeder seine soziale Verantwortung wahrnehmen, sähe diese Welt ein wenig anders aus. Die Gefahr der Überschätzung des Individuums und seiner Potentiale ist bekannt. Individualismus ist Behauptung, aber nicht Wahrheit. Also sein wir froh, wenn auf den Umweltschutz hingewiesen wird und wenn es Regeln gibt, die die Ignoranz im Zaum hält. Und verstehen wir bitte, dass Unternehmen Organisationen sind mit Regeln, die sich von jenen eines Kleincachervereins unterscheiden. Sein wir keine Mimosen, wenn wir sie schon zertreten.
Freitag, 15. Januar 2010
was hat geocachen mit sex zu tun?

Sehr viel, wenigstens wenn es nach den Twitterhinweisen des Unternehmers cacheadvance geht. Vor allem jedoch, wenn einfache Männerwelten bedient werden.
Die katholische Kirche, die Bloggergemeinde, aber vor allem die Twitteranten scheinen die Zahl Zehn zu lieben, um die Umwelt mit Ge- und Verboten, aber vor allem mit ihrer unmaßgeblichen Meinung und scheinbaren Expertise zu überziehen: zehn Gebote, zehn Tips um die Blog - Besucherzahlen zu stärken, 10 Hinweise für die Cacherpraxis und natürlich: 10 Tips um die private Beziehung zu retten, oder sagen wir lieber euphemistisch: zu verbessern.
Nein, klicken Sie bitte nicht aus diesem Posting, werte LeserInnen, cachecache will Sie nicht mit voyeuristisch ausgetragenem und aufdringlichem Beziehungsgeknatsche belästigen und verlinkt daher auch nicht zu unsäglichen Podcasts von brabbelnden und ständig agressiven Cacherpärchen. Cachecache wollte nur raten, dass sich zu hassen beginnende Pärchen gleichwelcher sexueller Orientierung einfach ein GPS kaufen und mit dem Cachen beginnen sollen. Garmin wird sich freuen und Sie tragen vielleicht zum Wirtschaftsaufschwung bei. Vielleicht finden Sie auch einen Schatz, der so richtig stimuliert. Bis dahin befolgen sie einfach die 10 Gebote aus dem Online Magazin für den Mann von heute:
Keep your Relationship Interesting.
(...) 5. Find out what she likes to do, or what she would like to try, and find new ways to bond and spend quality time. Go hiking, camping, geocaching, paint pottery, see a new type of movie, anything to keep the relationship exciting (...)
Donnerstag, 14. Januar 2010
Chronik eines Unfallcaches

cachecache hat ja schon vor einiger Zeit von einem Tradi berichtet, der sich vor dem Lorenz Böhler Unfallkrankenhaus befindet und der vom Krankenhauspersonal, PatientInnen wie FlaneurInnen gern genutzt wurde . Ausgesetzt von pomelo im Februar 2009 hat dieser einfache Tradi so manches Herz erfreut. Zwar hatte eine stetige Versammlung rauchender Patientinnen am Eingang des Krankenhauses die Dose fast im Blick, aber einige Monate gings gut mit dem Finden und wieder Verstecken. Wie schrieb ein Finder so schön: .... inmitten verletzter muggles gehoben .....
Doch als die harte Winterzeit vorbei war, fingen die Troubles an. Mitte Juni gemuggelt und ein Monat später noch einmal. Pomelo verliert die Nerven und archiviert ein halbes Jahr später. Fazit: 214 Logs in einem halben Jahr. Und der verunfallte Cache geht den Weg, den eben viele Städtedosen schon nach kurzer Zeit gehen müssen: ins Nirvana.
Ein Jahr später aber, am 6. Jänner 2010 veröffentlicht pupsino am wahrscheinlich selben Ort erneut einen Cache, diesmal versteckt von einem Cacher mit dem einschlägigen Namen 2ndaid. Der Mann arbeitet offenbar an einer Serie von Caches an Wiener Krankenhäusern. Deshalb hat der Cache nun seinen Namen gewechselt und heisst nun in schickem Englisch: Vienna Hospitals - Lorenz Böhler. Einen Tag später ist der Cache disabled, mit dem etwas kryptischen Verweis, dass der Container (sic!) ausgetauscht werden müsse. cachecache ist gespannt, wie es weitergehen soll mit dem in kurzer Zeit so oft verunfallten Unfallcache.
Mittwoch, 13. Januar 2010
Sprachlos auf Rügen
(tiefes Seufzen, männliche Stimme:) jaaa! (weibliche stimme, aufmunternd, fast lockend:) jaa! (beide:) ja, jaaaaa (Stöhnen, männliche Stimme:) soooo, wir sind hier bei (Pause) namenlos. namenlos, ja da ist namenlos. jaaa, namenlos hat nämlich keinen namen.
jaaaaaa, es gibt nämlich eine neue Seite für Medien zum Thema Geocaching. Hat sogar nen Namen: cachemedia. Eh klar. Wir freuen uns sehr. oh jaaaa. Viel schöne peinliche Sachen bald daaaa.
Umweltprovinz Österreich

... und in Österreich wird diesbezüglich fast schon unerträglich desinteressiert geschlafen. Damit meine ich die großen relevanten Umwelt- und Naturverbände, die sich dem Thema Geocaching nicht angenommen haben. Man kann nicht einmal behaupten, dass wir anteilsmäßig ein Geocachingzwerg sind. Das Umweltvorzeigeland Österreich entpuppt sich einmal mehr als touristenverträglicher Nationalmythos. Oder werde ich eines Besseren belehrt und jemand postet einen relevanten Link?
Montag, 11. Januar 2010
Kontrollwut

Eine Frage, geschätzte Cacherkolleginnen, denn ihr seid ja schließlich im Besitz der notwendigen Betriebsmittel:
If you had the ability to track your child’s every movement during the day, would you do so? Or is this an example of helicopter parenting taken to extremes? How about tucking a portable GPS unit in her backpack?
Und wem dies interessant erscheint, der/die möchte auf wired weiterlesen.
Daisy hält deutsche Cacher fest im Griff
Was verwunderlich ist, weil eigentlich hat Daisy in Deutschland fast nichts gehalten, was die Meterologen versprochen haben. Jedenfalls laut Jörg Kachelmann :
Nun hat das Tief „Daisy” die Medien in einen apokalyptischen Schneechaosrausch versetzt (der WDR änderte am Freitag und Samstag wiederholt sein Programm, doch Daisy ließ sich auch von insgesamt 120 Minuten Sondersendungen nicht überreden, im Sendegebiet eine Katastrophe anzurichten).
Die Dame übt jedoch trotz aller Unzuverlässigkeit eine eigenartige Faszination auf die deutsche Cachergemeinde aus. Visionen wie im Roland Emmerich Film "The day after tomorrow" scheinen den Hintergrund des Tagesgetwittere und -geblogge zu sein.
Während martina die prinzipielle Frage quält, ob denn Schneecachen aus prinzipiellen Gründen ausgeübt werden soll oder nicht und dabei zu überraschenden Lösungen findet; während mo-cacher sogar von einer richtigen Berichterstattung (podcast aus Berlin) zu berichten weiss; während sich die hexe82 mit ihrem Streifen operation daisy in hollywoodreifer filmdramatik übt - fällt eben ein wenig Schnee in deutschen Landen.
cachecache denkt, es ist gut, dass wir Wetter haben: womit sollten wir sonst unsere Sinne beschäftigen? Nur Mut, die nächste Daisy kommt bestimmt - und dann so richtig!!! Bis dahin halt ichs lieber mit den kids:






